Letzter Saibling

von Herbert Dutzler

Für mich zählt Herbert Dutzler ohne Zweifel zur Elite der österreichischen Krimiautoren. Und das nicht weil ich nahe der Gegend beheimatet bin, in der sein "Gasperlmaier" und die Frau Doktor auf Verbrecherjagd gehen. Vielmehr sind es seine erdige Wortwahl, sein gut gezeichneter Spannungsbogen, seine authentischen Protagonisten und sein, den Leser in den Roman hineinziehen und bis zum Ende nicht mehr loslassen, das es mir angetan hat.

 

In "Letzter Saibling" verliert (oder gewinnt) der Toplitzsee seine Mystik und wird zum Schauplatz einer grauenhaften Tat. Stück für Stück gibt der See, statt des von vielen erhofften Nazigolds, das erste Mordopfer frei und setzt eine Ermittlung in Gang, die dem „grausenhoaglichen“ Gasperlmaier so gar nicht behagt. Noch weniger behagt ihm, dass er diesmal gegen seine Freunde, die Mitglieder des ortsansässigen Skiclubs, ermitteln muss. So wird im Zuge der Ermittlungen mit allerlei Problemen und Situationen konfrontiert, die sich nur ein ausgefuchster Mörder (oder ein hervorragender Autor) ausdenken kann. Und Ausgangspunkt für die mörderische Hatz soll das alljährliche vereinsinterne Fischessen, die Lechpartie wie es im Ortsjargon genannt wird, gewesen sein. Aber das kann und will sich der gutmütige Gasperlmaier nicht vorstellen. Dabei stolpert er auf der Suche nach dem Täter über immer neue Leichenteile aus dem Toplitzsee und gerät am Ende selbst in Gefahr, in selbigem versenkt zu werden.

 

Vielen Dank für ein paar Stunden Altaussee-Krimis mit Spannung und hohem Lesegenuss. Sehr empfehlenswert!!!