Letzter Gipfel

von Herbert Dutzler

Schon ein Original, der Gasperlmaier

 

Man muss den Gasperlmaier einfach mögen. In seiner herzlich jovialen Art klärt er Fall für Fall, mitunter mit einigen Pannen, was sehr zur Erheiterung des Lesers beiträgt. Damit er bei dem ganzen Kriminalisieren nicht vom Fleisch fällt, ist der Gasperlmaier in seinen Ermittlungen auch stets auf's Essen und Bier trinken bedacht. Am Posten in Altaussee denkt sich aber nicht nur der Inspektor: „man ist, wie man isst.“

 

Dem Gasperlmaier wird in diesem Dutzler Krimi aber auch einiges zugemutet und so muss er an seine Grenzen gehen, während er beinahe an seine höheren Ängste zu scheitern droht. Zudem ist er ja ein Polizist mit ausgeprägter Abneigung von Leichenfunden. Da muss er halt auf der Loserhütte kurz einkehren und seine außer Rand und Band geratenen Magennerven wieder beruhigen.

 

Mit den grauslichen Leichenfunden mutet der Autor seinem Inspektor diesmal schon einiges zu. Da ist es gar nicht verwunderlich, dass dem Gasperlmaier mitunter die sonst so gutmütigen Gesichtszüge entgleisen.

 

Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen - so wie die anderen Gasperlmaier'schen Krimis auch. Großes Lob an Herbert Dutzler, der mit Lokalkolorit und humorvoller Feder seinen Gasperlmaier wieder mal zur Hochform auflaufen lässt.