Transport

von Phillip P. Peterson

Neue Welten zu entdecken ist aufregend


… mitunter auch tödlich, wie es einige Protagonisten von Phillip P. Petersons in seinem hervorragenden Science-Fiction Roman bald am eigenen Leibe erfahren müssen. Aber für die Delinquenten aus dem Todestrakt amerikanischer Gefängnisse ist es laut General Morrow eine Chance, nach Erfüllung ihrer Missionen begnadigt zu werden. Allerdings sind die Missionen mit hohem Risiko verbunden und könnten rasch den Tod bringen. Todbringende Missionen, denkt sich Russell Harris, der schon einige Male unter dem General gedient hat, willigt aber letztlich wie die anderen ein, da er im möglichen Ableben auf einer gefährlichen Mission immerhin eine Chance sieht.


Spannend, bedrückend und auch nachdenklich stimmend beschreibt der Autor die Missionen, die Russell Harris und seine Kameraden erleben, nachdem sie in eine streng gesicherte Höhle geführt werden und dort auf das Artefakt treffen, dass sie bald in Lichtjahre entfernte Galaxien auf fremde Planeten „transportieren“ soll. 10 Missionen muss jeder der Todeskandidaten absolvieren, um in den Genuss einer Begnadigung zu kommen. Was aber, nachdem gleich zu Beginn der Missionsserien einige Kameraden nach eingeleiteter Rückführung als Grillhuhn oder als Blutsuppe wieder im Transporter ankommen, eher als unmöglich angesehen wird. Die Angst wird beim Lesen greifbar, zumal es Peterson hervorragend versteht, die Anspannung seiner Protagonisten auf den Leser zu übertragen.


Als Harris Russell eines Abends den Wissenschaftlern erklärt, dass er einen Kommunikationsweg mit der „Spähre“ gefunden hat, werden die Missionen sicherer, die Euphorie des Generals und des Stabes größer und damit der Anfang vom Ende eingeleitet. Denn immer, wenn der Mensch von Gier geleitet nach Macht und Ruhm greift, bleiben die Logik und das Erkennen von Bedrohungen außen vor. Es zählt meist nur mehr das Ergebnis, auch wenn es den eigenen Tod bedeuten könnte.


Ich kann nur sagen: super geschrieben; spannend vom Anfang bis zum Schluss. Absolut lesenswert! Womit wieder mal bewiesen wird, dass auch günstige E-Book Literatur ihre Daseinsberechtigung hat. :)