Zwölf mal Polt

von Alfred Komarek


Nach einer E-Mail, die ich von Alfred Komarek im November 2009 erhielt, war ich traurig und auch ein wenig enttäuscht. „nein, Polt-Roman wird es keinen mehr geben - vielleicht aber einen Band mit Kurzgeschichten“, schrieb Alfred Komarek. Schade, dachte ich, war mir der gutmütige Gendarm aus dem Wiesbachtal doch ans Herz gewachsen. Im Laufe der Jahre verblassten meine Gedanken an Simon Polt und ich war äußerst erstaunt, als Alfred Komarek im Februar 2011 in einem Fernsehinterview, seinen Kurzgeschichtenband „Zwölf mal Polt“ vorstellte. Ehe es bei Amazon lieferbar war, hielt ich das Buch mit einem feisten Grinsen in meinen Händen, gekauft in einer Buchhandlung. Anstatt die Seiten zu fressen, las ich mit Bedacht und leuchtenden Augen und klopfte dabei Simon Polt gedanklich bewundernd auf seine breiten Schultern. Die Schnelllebigkeit unserer Zeit, der wir Stadtmenschen so huldigen, kann dem Gendarmen aus dem Wiesbachtal nichts anhaben.


Kurzbeschreibung

 

Der ertrunkene Japaner in der Kellergasse, gut gezielte Schüsse im Weinkeller und ein Kater auf Abwegen: Nach fünf Polt-Krimis erzählt Alfred Komarek nun zwölf neue Geschichten rund um den Weinviertler Kult-Gendarmen. Er spannt dabei einen weiten Bogen von Simon Polts prägenden ersten Tagen im Gendarmeriedienst bis zu seinem späteren Leben als Ermittler im Ruhestand, Ehemann und Vater. Mit seinem unnachahmlichen Gespür für Landschaft und Leute des Weinviertels erzählt Alfred Komarek von den Dörfern und Kellergassen des Wiesbachtals und erlaubt seinen Leserinnen und Lesern neue Begegnungen mit Polt und den liebgewonnenen Menschen um ihn herum: mit der allwissenden Gemischtwarenhändlerin Habesam und dem Winzer Höllenbauer, mit Karin Walter, der Frau an Polts Seite – und natürlich mit seinem Kater Czernohorsky. Ist es nicht das, was sich jeder Mensch wünscht? Und ist nicht etwas, das nur die wenigsten erreichen?

 

Über den Autor

 

Alfred Komarek, Jahrgang 1945, geboren in Bad Aussee. Autor zahlreicher Bücher, in denen er sich als literarischer Wegbegleiter durch österreichische und europäische Kulturlandschaften erweist, aber auch als Essayist und Erzähler. Gestaltung von Features und Feuilletons, Drehbüchern und Dokumentationen fürs Fernsehen. Seine Krimis der Polt-Serie schafften alle den Sprung in die Bestseller-Listen und wurden für das Fernsehen verfilmt, ebenso seine Roman-Tetralogie, die im Salzkammergut spielt. Alfred Komarek lebt als freier Schriftsteller in Wien, Bad Aussee und Niederösterreich.