Zeit zu gehn?

Manchmal frage ich mich das und es wird düster ...


 

Ist die Vernunft der Freiheit Tod? Und ist Ich-will-aber-ich-darf-es-nicht das apokalyptische Feuer aller Ausbruchsfantasien? Manchmal würde ich gerne einfach gehen, alles hinter mir zurücklassen, mich von allem Belastenden lösen, wieder meiner Vernunft. Doch kann ich das tun, wo viele in schwerer Zeit zu mir standen? Kann ich wirklich einfach gehen, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben? Wohin sollte ich gehen? Kenne doch nichts, außer dieser, meiner Welt, kennen doch niemanden außerhalb meiner Welt, traue mich doch niemanden anzusprechen, in der Fremde. Und Fremde ist nicht Heimat und Heimat ist mir fremd. Was tun …? Weggehen, rennen, hasten, mich nicht umblicken, einfach laufen, in einem fort laufen und hoffen irgendwann wieder den Sinn des Lebens zu finden.


Denn der ist es doch, den ich Tag für Tag suchen …, und je älter ich werde, desto anstrengender wird meiner Suche und die Einfachheit kindlicher Gedanken ist so fern, so verdammt weit weg in der Vergangenheit.


Over the Hills and far Away