Ich kann nicht mehr ...

25. Mai 2012

 

61 Bücher und 11 eBooks von Zeit der Tränen – Ausgebrannt wurden verkauft dieses Jahr, bis Ende Mai 2012! Insgesamt stehe ich damit bei 1382 verkauften Büchern. Wie oft Exemplare in Bibliotheken oder im Bekanntenkreis ausgeliehen wurden, entzieht sich meiner Kenntnis. Bin trotzdem stolz, mit einem Minimum an Werbeaufwand so viele Menschen erreicht zu haben.


Vor Kurzem schaute ich wieder mal auf der Amazon Seite nach Kundenrezessionen zu meinem Buch. (Leider nehmen sich nicht viele Leser Zeit, um ein paar Worte zum Buch zu hinterlassen, egal). ginnipigg hat sich die Zeit genommen und abschließend einige Fragen gestellt, die wohl einige Leser/innen meines Buches interessieren. Ich versuche, in wenigen Worten Antworten darauf zu geben.

 

Von ginnipigg

 

Alfred Stadlmann hat in seinem Buch das Thema "Burnout" sehr persönlich autobiografisch aufbereitet beschrieben, wobei er den Leser teilhaben lässt an seinen Gedanken und Gefühlen mitten in dem Loch am seelischen Tiefpunkt. Man bekommt Eindrücke und Erlebnisse so nah und nachfühlbar geliefert, dass man sie nicht nur verstehen sondern regelrecht nachfühlen kann. Der Wendepunkt wieder nach oben aus dem Burnout wird leider nicht ganz so ausführlich und nachvollziehbar beschrieben, ist aber auch Teil des Buches. Zu interessant wäre es zu wissen, wie es dem Autor heute geht und wie und von was er lebt. Für was er u.a. lebt ist klar: für's Schreiben :-)

 

Vielen Dank ginnipigg für deine nett geschriebene Rezension. Nun zu deinen Fragen:

 

Der Wendepunkt wieder nach oben aus dem Burnout wird leider nicht ganz so ausführlich und nachvollziehbar beschrieben, ist aber auch Teil des Buches.

 

Dazu muss ich sagen, dass es so etwas wie einen Wendepunkt nur kurzzeitig gab, als sich der Erfolg des Buches abzeichnete und ich allerorts darauf angesprochen wurde, was mir bald zu viel wurde und ich den geordneten Rückzug antrat. Zu Hause ist es am Schönsten und am Sichersten, so meine Reaktion. Mittlerweile, also drei Jahre später sehe ich das anders. Doch scheint der Makel des ewigen Versagers wie Öl an mir zu kleben und trübt manchmal mein Denken, trotz des großartigen Erfolges von Zeit der Tränen – Ausgebrannt. Mittlerweile hätte ich Stoff für zwei weitere Bücher, will aber meine Familie nicht erneut ins Rampenlicht stellen.

 

Zu interessant wäre es zu wissen, wie es dem Autor heute geht und wie und von was er lebt.

 

Heute geht es dem Autor mal so, mal so. (Ich weiß, eine schwammige Definition, fühlt sich aber so an). Ich lebe in einem befristeten Pensionsverhältnis am Rande der Gesellschaft, mit einem Minimum an finanziellen Mitteln, die gerade ausreichen, um alles Lebensnotwendige zu finanzieren und einmal im Jahr eine Woche Segeln zu können. Es geht mir insofern nicht gut, da ich nach wie vor in einer Schwebeposition verharren muss und nicht weiß, wie die Behörde in Graz (bei der ich vorige Woche zur Untersuchung antreten musste) entscheidet. Es kommt, wie´s kommt. Manchmal kann ich mit diesen Gedanken gut leben, ein anderes Mal komme ich damit überhaupt nicht zurecht. Was die Kosten für psychologische Betreuung angeht, die habe ich schon in meinem Steirerbuablog erläutert.

 

Für was er u.a. lebt ist klar: für's Schreiben :-)

 

Unter anderem tat ich das, aber eine Konfrontation mit meiner lieben Frau, ob meines obsessiven Schreib- und Vorlesedranges, hat vor einigen Tagen dazu geführt, dass ich das Schreiben vorerst einstellen werde. Ich komme einfach nicht mehr klar damit, mich mit niemand (Vorort) über meine Ideen austauschen zu können (habe auch ein wenig Angst davor), für jede Korrekturarbeit (Rechtschreibprüfung/Grammatik von Lektorat ganz zu schweigen) Geld zu bezahlen, das ich nicht habe und dabei zu bemerken, wie sehr ich meinen Mitmenschen auf den Wecker falle, mit meinem Gerede über die Schreiberei. Es tut höllisch weh und ich bin zurzeit nicht ansprechbar, es ist wie eine Achterbahnfahrt, wo man glaubt, demnächst aus dem Wagen zu fallen, und doch war es eine rationale Entscheidung zugunsten der Familie. Die ist mir allemal wichtiger, als dass ich mich wichtigmache und um jeden Preis selbst Verwirklichen muss. Mittlerweile bin ich auch der Meinung, dass mir das Talent (sollte ich je so etwas besessen haben) ausgegangen ist und ich nicht mehr daran glaube, in der Königsdisziplin, dem Romanschreiben, etwas auf die Reihe zu bringen. Zu wenig Struktur, zu wenig Know-How, zu wenig Disziplin, zu viel Müdigkeit ... die Spirale beginnt sich wieder abwärts zu drehen.

 

Es ist Zeit auf die Bremse zu treten! Denn da sind ja noch meine beiden Enkelkinder - Lukas und WAUWAU Xena, mit denen ich viel Zeit verbringen möchte.