Donnergrollen am Ossiachersee

 

Drei Tage Kurzurlaub am Ossiachersee Anfang September 2012. Auf Einladung meiner Eltern besuchten wir die beiden Urlauber in einem Mobilheim der Firma Gebetsroither im Terrassencamping Ostriach. Zeitgleich fand am nahen Faakersee die European Bike Week 2012 statt, das größte Harley-Davidson Treffen außerhalb Amerikas, bei dem etwa 70.000 dieser urigen Maschinen die Kärntner Seelandschaft umkreisten. Von früh bis spät blubberten die schweren Maschinen an unserem Mobilheim vorbei, das im hinteren Bereich des Campingplatzes an der Ossiacher Süduferseestraße liegt. Ein angenehmes Grollen, das wir nie als störend empfanden, wenn wir auf der überdachten Terrasse des Mobilheims saßen und Kaffee und Kuchen genossen, ein Bierchen schlürften, oder Karten spielten.

 

Das Mobilheim ist geräumig und wohnlich hell, einzig das Bett war meinem Rücken etwas zu hart. Vielleicht eine Gewöhnungssache, die man in zwei Nächten nicht umstellen kann. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt, Fredl und Luisi, die beiden Betreuer aus Niederösterreich, zwei ausgesprochen nette und kommunikative Menschen mit einem gesunden Humor. Das Wetter, welches anfangs der Woche noch regnerisch war, wurde am Mittwoch mit unserem Eintreffen freundlicher, und Mutter zog es mit Gabi sofort zum See. Ich begnügte mich mit fotografieren, da ich eher der „Warmduscher“ bin. So konnte ich neben den beiden Badenixen einige Landschafts- und Tieraufnahmen schießen. Bei einem Spaziergang Richtung Ossiach fuhren mir dann einige Harley´s vors Objektiv. Auffallend ist, dass in Kärnten, trotz wenig Platz neben dem See, eine Straße, ein Radweg und ein Fußgängerweg Platz finden. Sehr sicher!

 

Obwohl es auf der Terrasse gemütlich war, sowohl tagsüber als auch abends mit Kerzenschein, hieß es am Donnerstag: Der Berg ruft! Mit der Vierergondelbahn ging es auf die Kanzelhöhe und von dort mittels Vierersessellift auf die Gerlitzen (1911 Meter). Am Gipfel staunten wir nicht schlecht, als dort zwei Harley´s parkten und ihre italienischen Fahrer die Panoramakarte studierten. Wir waren froh, warme Kleidung und festes Schuhwerk dabei zu haben, denn der Wind war hier oben ziemlich frisch. So musste ich schmunzeln, als ich eine Dame aus Germanien sah, die mit Sandalen und kurzer Hose fror wie ein Schneider. Ob sie wie wir, den Abstieg zur Mittelstation der Gondel zu Fuß machte, weiß ich nicht, aber es wäre ihr sicher warm geworden. Darum legten wir auch einen Einkehrschwung bei der Pöllinger-Hütte (1655 Meter) hin, um unsere Flüssigkeitsspeicher mit zwei Almsaftwasser und zwei Villacher-Bier aufzufüllen. Wer nun errät, wer was getrunken hat, kann sich einen Bonuspunkt gutschreiben.

 

Nachdem wir, müde aber dankbar für den schönen Ausflug, im Mobilheim ankamen, hielt Vater seine Siesta. Am nahen Wellness-Campingplatz Parth gibt es ein vorzügliches Restaurant, wo ich mir seit vielen Jahren wieder einmal ein Steak gönnte. Auch meine Familie war mit ihrem Abendessen höchst zufrieden - Fünf Sterne für die Küche!

 

Drei Tage vergehen wie im Flug und so verabschiedeten Gabi und ich uns Freitagmittag nach Kaffee und Kuchen und machten uns auf die Heimreise. Der Verkehr auf der Tauernautobahn war mir zu hektisch und so fuhr ich bei St. Michael im Lungau ab und steuerte auf den Sölkpass zu, wo wir noch jede Menge Motorräder und Harley´s zu sehen bekamen.

 

Fazit:

Das Mobilheim ist geräumig und eine Augenweide, die Nasszelle ein Traum, die Campinganlage sehr gepflegt und dennoch, mein Mobilheimfavorit bleibt Vrsar in Kroatien, wo ich den freien Blick aufs Meer von der Terrasse aus hatte.

 

Details zur Wohnwagen- und Mobilheimvermietung finden sie auf der Homepage der Firma Gebetsroither.

 


Impressionen vom Ossiachersee