Camp Orsera in Vrsar 10.09. - 13.09.2010


Vrsar – ein malerischer Ort in Kroatien, eine ehemalige Künstlerenklave, hat uns dieses Jahr im September verzaubert. Gabi und ich waren von meinen Eltern zu einem kurzen Aufenthalt eingeladen worden. Im Camp Orsera bezogen wir am 10. September ein malerisch unter Pinien gelegenes Mobilheim der Firma Gebetsroither. Der Blick auf das Meer, das dunkelblau in ein paar Metern Entfernung zu unserem Domizil gegen die Kaimauer des Badestrands schwappte, entlockte uns ein entspanntes Lächeln. Das lag wohl auch daran, dass wir die knapp fünfhundert Kilometer lange Anreise ohne Probleme geschafft hatten. Nach dem obligaten „Ankunftsschnäpschen“ (Zirbenschnaps von meinem Vater selbst angesetzt) und einer kleinen Verschnaufpause nach dem Einräumen, erkundeten wir Vrsar. Nach nur fünf Gehminuten standen wir staunend in der Marina von Vrsar. Das Wasser funkelte, beleuchtet von der eben untergehenden Sonne, und es sah aus, als ob tausende Sterne neben zahlreichen Segeljachten und Motorbooten im Meer versinken würden. Wellen, die sanft gegen Schiffsrümpfe klatschten, und die noch immer sehr mediterranen Temperaturen, zauberten eine sommerliche Stimmung auf die Promenade. Ein Fischerfest mit kroatischer Livemusik, der Duft von gegrilltem Fisch und zahlreiche fröhliche Menschen rundeten das Bild ab. Die Ortschaft selbst, die so typisch vom Hafen ansteigend in den Fels gebaut ist, wurde von Gabi und mir dann am Sonntag erkundet.


Der Anstieg zu einem Kirchturm, von dem man eine phantastische Fernsicht haben soll, war steil aber sehr malerisch. Er war mit Specksteinen gepflastert und führte durch enge Gassen, an deren beiden Seiten sich flache Häuser erhoben. Stein für Stein gemauert schienen die Häuser aneinander zu kleben. Autos waren teilweise mit Holzkeilen gegen ein weg rollen gesichert. Zwei braun/weiß getigerte Kätzchen spielten, in einer schier endlosen Kurve, vergnügt mitten auf der Straße. Sie wussten wahrscheinlich, dass der Verkehr sich in diesen schmalen Gassen in Grenzen hält. Kurze Zeit später fanden wir den Aussichtsturm, der allein stehend neben der Kirche in den tiefblauen Himmel ragt. Ein gut deutsch sprechender Kroate (es wird in Vrsar überwiegend gut deutsch gesprochen) begrüßte uns und für 10 Kunar erklommen wir die drei Stockwerke des Turms. Unser erster Eindruck – atemberaubend. Wir hatten herrliche Fernsicht und himmlische Ruhe, während wir das geschäftige Treiben am Hafen von Vrsar beobachteten. Nach einem kurzen Blick in die Kirche, stiegen wir über eine wunderschön angelegte Treppe wieder hinab ins Camp Orsera. Wir wurden von meinen Eltern empfangen und ich nahm mit meinem Vater das obligate Frühschoppenbier ein – gut gekühlt natürlich. Es gäbe noch viel zu berichten, das wir gesehen und erkundet haben, doch wie heißt es so schön: Man(n) genießt und schweigt.


Gabi und ich verbrachten insgesamt vier herrliche Tage in Osera. Ein ausgesprochenes Lob an die Firma Gebetsroither, die wirklich eine hervorragende Platzwahl für ihre Mobilheime getroffen hat. Die Anlage ist tadellos sauber und bietet auch für Familien mit Kleinkindern die Möglichkeit, einen erholsamen, abwechslungsreichen Urlaub zu genießen. Und das zu erschwinglichen Preisen.


Gabi und ich sind zwar keine Kleinkinder mehr, haben jedoch die paar Tage mit meinen Eltern genossen und werden gerne wiederkommen. Vrsar und das Camp Orsera sind auf jeden Fall eine Reise wert.




Gebetsroither Bericht
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