06.08.2008

Ziel: Buchsteinhaus - Seehöhe 1546 Meter

 

 

Wir brechen von Liezen um 07:00 Uhr nach Gstatterboden auf. Schon die Anfahrt durch das wildromatische Gesäuse ist ein Erlebnis. Die Enns führt zwar in diesen Tagen Niedrigwasser, aber beim Gesäuseeingang rauscht es doch gewaltig. Unseren Wagen parken wir knapp nach dem Bahnübergang vor Gstatterboden. Das ist unser heutiger Ausgangspunkt für diese Tour. Tanja wird uns begleiten. Sie ist ein bisschen nervös ob der Länge des Aufstieges, da noch nicht so „Bergerprobt.“ Ein tiefblauer Himmel erhellt unser aller Gemüt, als wir um 07.50 losgehen. Unsere Route führt über den Brucksattel (1.117m) Nach einem kurzen Marsch kommen wir zu einem höhlenartigen Unterstand und machen die erste Rast. Danach steigt es steil bergan.

„Langsam, in der Ruhe liegt die Kraft“, bremse ich Tanja ein.

 

Es ist schon ziemlich warm geworden und ich transpiriere, was die halbmondförmigen Kreise in meinen Achselhöhlen bezeugen. Aber ..., wir haben ja genügend Wasser mit. (Wichtig)! Nach diesem kurzen steilen Anstieg, geht es wieder gemäßigt durch ein Waldstück bergan. Bei der Talstation der Materialseilbahn angekommen, beginnt unsere letzte Etappe. Durch einen Mischwald (Fichten, Buchen, Tannen) führen 20 Serpentinen zum Buchsteinhaus. Oben nach 2Std15Min. angekommen haben wir 969Hm erklommen. Tanja ist euphorisch, dass Sie den Aufstieg so einfach geschafft hat. Die brühmten Spatzen, nein nicht die Kastelruther, sollten sich am nächsten Morgen noch ein Stelldichein in ihren Muskeln geben.

„Du bist super gegangen“, ist meine und auch Gabis Meinung.

 

Eine robuste, großzügig bemessene Holz-Terrasse mit Bierzelttischen und Bänken, mit Blick auf die umliegenden Berge des Gesäuses (Ödstein, Hochtor, Planspitz, Zinödl und etwas weiter entfernt der Lugauer, der auch als steirisches Matterhorn bezeichnet wird) lassen uns die Strapazen des Aufstiegs rasch vergessen. Während wir uns mit einem leckeren Käsebrot und einem Radler stärken, lauschen wir einer Bauverhandlung. (Politiker sind zur Begutachtung der Hütte, die umgebaut werden soll, aufgestiegen – Alle Achtung!) Nachdem wir von einem nahen Aussichtspunkt ins Ennstal geblickt haben, steigen wir wieder ins Tal und lassen das Buchsteinhaus samt seinem Panoramawasserklo hinter uns. Die Gesamtwegstrecke die wir in an diesem Tag zurücklegen, beträgt 11 Kilometer, bei einer Gehzeit von ca. 4,5 Std.

 

Es war wieder einmal ein toller Wandertag und ich bin dankbar dafür, dass wir in der Steiermark noch so viel intakte Natur haben. Und ..., dass ich hier leben darf.

 

 

Infos zum neuen Buchsteinhaus, das am 11. Juli eröffnet wurde: www.buchsteinhaus.at


Buchsteinhaus neu
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