Johnsbacher Sagenweg

Besuch beim "Wilden John"

Der Mai, der Mai ... eilt mit Riesenschritten herbei!


Wie wär´s mit einem Ausflug ins Gesäuse? Ein Besuch beim „Wilden John“?

 

Wir kannten John vom Hörensagen, also machten Gabi und ich uns an einem sonnigen Augustmorgen 2011 auf den Weg, um ihn persönlich kennenzulernen. Gegenüber vom Weidendom, im Nationalpark Gesäuse soll er wohnen, wurde uns gesagt und so parkten wir unseren Wagen beim Gasthof Bachbrücke und stiefelten rechts der Straße in den kühlen Wald hinein. Schon nach wenigen Metern stießen wir auf eine Hinweistafel, die wir eingehend studierten. Dann ging es auf „Johns“ Fußspuren, welche immer größer wurden, neben dem sanft gurgelnden „John“-sbach entlang. (Nach ihm wurde sogar ein Bach benannt?)Langsam und staunend schritten wir durch eine sagenhafte Waldlandschaft. „Johns“ Spielplatz war die erste Station, die wir staunend betrachteten. Eine überdimensionale Hollywoodschaukel und eine enorm große Sandkiste ließ uns in Ehrfurcht erstarren. Wir sahen uns um, doch es war kein Riese zu sehen, wir setzten uns auf die Schaukel und hatten Spaß.


Dann gingen wir weiter, vom Blätterdach vor der stärker werdenden Sonne geschützt. Der Weg zum Schloss des Riesen „John“ war von seinen Gehilfen mit viel Liebe gestaltet worden. Viel Wissenswertes über die Natur, die Renaturierung des „John“-sbach, das Leben der Pflanzen und Tiere, Spiele mit Bezug auf Flora und Fauna in und um den „John“-sbach, begleiteten uns auf dem Waldweg. Wissen, Geschicklichkeit und Ausdauer führten uns schließlich zu „Johns“ Schloss. Sein Thron war leer und aus dem Schloss grinste uns einer der fiesen Zwerge entgegen, die wir kurz zuvor schon bei ihrer Arbeit im Berg beobachten konnten. Sie hatten „John“ in ihre Gewalt gebracht und ihn und die Prinzessin verschleppt.


Gabi und ich wollten das so nicht hinnehmen und begannen nach dem „Wilden John“ zu suchen. Wir schlichen auf Zehenspitzen durch den verzauberten Wald und fanden John ... gefesselt, in einer Wurfbude. Wir konnten die Zwerge mit ein paar gezielten Ballwürfen vertreiben und „John“ befreien. Doch die Sage erzählt, dass diese fiesen Zwerge ihn immer wieder kidnappen und darum liegt es an Euch, den Wilden John zu besuchen und ihn und die Prinzessin wieder zu befreien.


Besucht doch auch einmal den „Der Wilde John“ in Johnsbach, gegenüber dem Weidendom (der natürlich ebenso sehenswert ist). Je nach Aufenthalt bei den Stationen schwankt die Gehzeit am Johnsbacher Sagenweg zwischen 50 Minuten und einem ganzen Tag (für kleine und große Naturforscher). Gutes Schuhwerk würde ich empfehlen. Der Weg ist flach, hat ein paar leichte Anstiege und bietet, wie in der Erzählung erwähnt, sehr viel Wissenswertes über unsere Natur. Ein Lob an die Erbauer dieses Themenwegs, großartig gemacht. Wir kommen auf jeden Fall mit unserem Enkelsohn Lukas wieder, und der wird dann Augen machen.


Gabi und ich wanderten anschließend noch weiter bis kurz vor Johnsbach und haben uns einige tolle Felsformationen angesehen. Wir wären auch noch nach Johnsbach gegangen, hätten wir nicht durch einen dunklen Straßentunnel gemusst. Vielleicht wäre hier noch nachzubessern, denn ein kühles Bier im Gastgarten, hätte ich nach den Abenteuern mit dem Wilden John gerne getrunken. Eventuell haben wir auch eine Beschilderung übersehen (was ich aber nicht glaube) und so sind wir umgekehrt und haben diesen herrlichen Tag, abends auf unserem Balkon ausklingen lassen.