Wörschachklamm - Wildes Wasser

 

Auf der Ennstal Straße (B320) von Liezen kommend fahren wir bis Wörschach (670m Seehöhe), im Ort nach Norden in das Tal des Wörschachbaches bis zum Ghf. Klammstüberl. Es ist ungefähr 10.00 Uhr und der Himmel leicht bewölkt. Also, nicht zu heiß. Wobei das in der Klamm sekundär wäre. Dort ist es kühl und feucht. Ihr Erbauer - Gabriel Schally - hat ein Naturjuwel begehbar gestaltet und die Klamm wurde ab 1905 für den Tourismus freigegeben.

 

Vom Parkplatz geht es nordwärts ein kurzes Stück auf einer Asphaltstraße zum Eingang in die felsige Klamm. Der Steig ist sehr gut hergerichtet und auch mit kleineren Kindern - mit Vorsicht, da manche Stellen ein weinig rutschig sind - problemlos zu begehen. Unter den Steigen und Brücken donnert das Wasser des Wörschachbachs talwärts. Tosende Wasser, wie aus einem überdimensionalen Parfumflacon gesprüht, hüllen uns ein. Über lange und kurze Steige, die großteils mit Stufen versehen sind, beobachten wir das tosende Naturschauspiel. Hier sieht man einheimische Baukunst. Manche Felsen am Steig sind nicht über- sondern umbaut worden. Turmartige Wände aus „Tuffstein“ ragen links und rechts von uns in den Himmel. Am Fuße der Felsen fräst sich gebetsmühlenartig, mit nicht endenwollender Kraft, der Wörschachbach in den schon glattpolierten Tuffstein. Etwas höher, haben sich im feuchten Sprühnebel Moose und Gräser ihren Platz erkämpft. Noch etwas weiter oben am Fels, blicken Gräser, Blumen, Föhren, Eiben und Fichten, neugierig auf unser Wanderer herab, so scheint es zumindest. Am Ende der wildromantischen Klamm zweigen wir nach der letzten Brücke rechts auf einen Steig ab, der zu einer Forststraße führt, die wir queren, bis wir südwärts auf einem schönen Waldweg zu einem Bergrücken (Aussichtspunkt, ca. 900m) gelangen.

 

Zu unseren Füßen das Ennstal, aus dem Winterschlaf erwacht und bereit seine Wiesen in der noch sanften Frühlingssonne in saftiges Grün zu verwandeln. Nach diesem grandiosen Ausblick besuchen wir: Bertl, Fredl und Heidi. Drei Zwergziegen, die bei einer kleinen Hütte auf „Streichelkinder“ und „Fütterer“ warten. Folgt man dem Weg weiter, gelangt man an die Schwefelquelle. Wir haben schon betörendere Düfte in unseren Nasen verspürt. Die Schwefelquellen dienten von 1839 - 1977 der Heilung von Gicht, Rheumatismus, Ischias und Frauenleiden. 1993 wurde das Kurhaus am Fuße der Klamm abgetragen. Wir lassen den kurzen Aufstieg zur Ruine Wolkenstein links liegen und steigen hinab nach Wörschach, zu unserem Ausgangspunkt. Diese Klamm mit ihrem wilden Wasser ist wirklich empfehlens- und sehenswert. Im Mai umso beeindruckender.

 

Streckenlänge: 4KM

Höhenmeter Aufstieg: 250HM

Höhenmeter Abstieg: 250HM

Gehzeit Rundweg durch die Klamm: 1 Std 30 Min

 

Öffnungszeiten: Mai bis Oktober


täglich 8.00 Uhr bis 19.00 Uhr

 

 

Eintrittspreise:

 

Erwachsene

€  3,00

Kinder

€  2,00

Gruppen (ab 15 Personen / pro Person)

€  2,50

Kindergruppe (ab 15 Personen / pro Person)

€ 1,80

Jahreskarte

€  7,00

Familienjahreskarte

€ 17,00



Wörschach
Gemeinde Wörschach