AUTAINER

What the fucking Hell ist ein Autainer?

Was ist ein AUTAINER?

 

Ich finde, ein gute Frage, eine sehr gute Frage. Die nächste Frage wäre: Wie kommt jemand auf so ein Wort? Kreativ oder nicht sei hier einmal dahingestellt, die Bezeichnung Autainer fiel mir ein, als ich wieder einmal vor meinem PC saß, und versuchte via Facebook und Twitter meine E-Books zu bewerben. Das Wort – Autainer – setzt sich zusammen aus: Autor und Entertainer.

 

Hell erfreut tat ich es sofort der Facebookgemeinde kund und änderte mein Profil auf: Alfred Autainer Stadlmann. Auf Twitter begnügte ich mich mit Autainer. Stolz ob meiner kreativen Namensfindung, teilte ich meiner Frau diesen Geistesblitz sogleich mit. Ihr Blick sprach Bände. Sie schaute mich an, als hätte sie den letzten Zug verpasst und müsste die Nacht in einer schmuddeligen kalten Bahnhofshalle im Nirgendwo verbringen. Diesen Blick liebe ich an ihr, denn er bringt jedes Mal eine Emotion mit sich, die ich hier aber nicht beschreiben möchte. Könnte ja sein, dass das hier zufällig gelesen wird und der- oder diejenige meine Frau informiert. Sie hält sich ja von Computern fern und kümmert sich mehr um die greifbaren Dinge des Lebens. Wobei ich mir manchmal denke, wenn ich nichts zu essen bekäme, hätte ich wohl andere Gedanken.

 

Nach diesem Pfeil der Ablehnung, direkt in mein kreatives Herz, setzte ich mich schmollend in eine Ecke und dachte nach. Autor – JA! (Hobbyautor, würde ich sagen). Entertainer – war ich mal, als ich noch auf der Bühne stand. Denn wer wie ich, die meiste Zeit in der warmen Stube hockt, sinn- und unsinnige Gedanken niederschreibt (wenn ich sie für mich behalten würde, wär´s ja nicht so schlimm) und sie dann aus Freude, aus Trotz ins Netz stellt, der kann sich beileibe noch nicht als Entertainer bezeichnen! (Vielleicht sollte ich ENTENTRAINER werden). Tja, ich suche eben noch immer nach meinem Weg, wobei diese Suche zumeist an einem Punkt anlangt, der in stumm trauernde Melancholie führt. (Die Berufsbezeichnung AUTAINER fiel ihr vorerst zum Opfer und ich nenne mich ab sofort wieder schlicht und einfach - Steirer Bua).

 

Aber diese aushöhlende Melancholie hat zumeist denselben Grund: Meine Frau hatte wieder einmal recht! (Gott verdammt!)

 

Wer mit seinem Arsch auf verschiedenen Kirtagen (Volksfesten) tanzt, der wird sein eigentliches Ziel aus den Augen verlieren, sagte sie einmal zu mir. Vielleicht nicht ganz der richtige Ausdruck, denn ich kann und will gar nicht tanzen, vielmehr möchte ich einfach wieder jemand sein – ein Autainer zum Beispiel. Oder einer, der sich erhobenen Hauptes mit anderen Menschen unterhalten kann – Face to Face, ohne dabei jedes Mal in Lethargie zu verfallen und daran zu denken, dass ich mein Leben weggeschmissen habe und nun alleine fast nichts  auf die Reihe bekomme. Aber um nochmals auf den Titel Autainer zu kommen, denn ich heimlich natürlich weiter pflege und hege. (Man kann ja nie wissen ...).

 

Autor: Ich mühe mich weiter mit dem Schreiben, versuche Struktur in meine Geschichten zu bekommen, werde der Einsamkeit trotzen und mich an Fehlschlägen aufrichten.

 

Entertainer: Bilder auf meiner Homepage und im Social Network einstellen, witzige, sinnige Sprüche erheitern das Gemüt der Leser, kurze Facebookgeschichten werden meine Anwesenheit auf dieser Welt manifestieren und vielleicht ..., ganz vielleicht einmal, werde ich dann als Entertainer auf einer Bühne stehen und ein Gedicht aufsagen, ein paar Zeilen aus einem Buch vorlesen, einer Theaterrunde mit Grimassenschneiden aushelfen, oder ich setze mich einfach auf eine Parkbank und erzähle Leuten, die zuhören wollen, meine Geschichte.

 

Das wäre pures Autortainment!