Der Sinn des Lebens ...

suche nach dem ICH!


 

 

Büßen Sie auch Ihre Sünden in einem Fitnessstudio ab?


Sünden? Was für Sünden? Die, der täglich übermäßigen Völlerei unserer Wohlstandgesellschaft, oder die, der jahrelangen sportlichen Enthaltsamkeit, weil man vor dem Fernseher sitzt und glaubt das sei Bewegung genug, oder sind Sie wie viele andere auch nur auf der Suche nach dem Sinn des Lebens, der schon mal da war, Ihnen aber auf Grund einer Reizüberflutung durch immerwährendes Online sein und dadurch zunehmenden Stress im Alltagsleben abhandengekommen ist.

 

Ja ja, ist schon ein Kreuz mit der Seele und der andauernden Sinnsuche. Da braucht es schon ganz viel Kraft, um das heil zu überstehen.

 

Früher wurden die seelischen Bedürfnisse von Menschen in der Kirche wahrgenommen. Heutzutage sind es Medizin oder auch Sport, wo spirituelle Antworten, Vergebung und Erlösung gesucht werden. Wenn ich sehe, wie Leute ins Fitnessstudio rennen, dann hat das was von religiösem Eifer. Das ist für mich die gleiche Haltung, mit der Sünder sich früher auf den Rücken gehauen haben. Nur sind die Geräte ergonomischer geworden.

 

Dieses Zitat, von Eckart von Hirschhausen, das ich im Buch „Heilige Scheisse – Wären wir ohne Religion wirklich besser dran?“ von Stefan Bonner und Anne Weiss gefunden habe, sagt schon einiges aus, finden Sie nicht auch? Es steht viel Wahres über uns Menschen und unseren Glauben in diesem Buch, das sich, wie der Titel schon sagt, mit dem Thema Religion und der Sinnhaftigkeit des GLAUBEN im 21. Jahrhundert beschäftigt.

 

Überhaupt, wer nimmt sich heute noch die Zeit an etwas zu glauben? Es wird uns doch jeden Tag von irgendjemand, der die Weisheit scheinbar mit Löffeln gefressen hat, gesagt was richtig und was falsch ist. Da braucht es kein ›glauben‹ mehr, da braucht es nur mehr ein Nicken, ist doch viel einfacher und spart Zeit. Zugegeben, es ist schon verwirrend, was man heute alles ›glauben‹ kann und soll. Da sind diese Telefonabzocker, die alte Leute um ihr Erspartes bringen wollen, ja nur die Spitze des Eisbergs. Was die Armada an Esoterikern weltweit ihren ›Gläubigen‹ dieser Tage aus den Taschen leiern, das geht in die Milliarden. Dagegen ist die Kirchensteuer ja ein Fall für die Portokasse eines jeden Normalsterblichen und die Knebelverträge mancher Fitnessstudios kann man da getrost als human bezeichnen. Und Pillen gibt es ja auch noch, in vielen bunten Farben, die auf der Sinnsuche den Geist in nebulöse Gefilde entführen und den Pharmafirmen Jahr für Jahr Rekordumsätze bescheren.

 

›Glauben‹ Sie mir: Der Sinn des Lebens verbirgt sich seit unserer Geburt tief in uns drin. (Und für diesen Sager will ich kein Geld). Um das herauszufinden brauchts keine Kirchensteuer fordernden Religionsgemeinschaften, keine esoterische Weisheiten labernden Gurus und Ayurvedakuren, keine Fitnessstudios und keine sinnbringenden Drogen der Pharmazie. In Sich gehen und nach Wertigkeit und Sinn suchen kann man überall – im kleinen Kämmerlein oder in der weiten Natur. Was es dazu braucht ist Ruhe und Ehrlichkeit zu sich selbst. Das eine sollte man suchen, das andere muss man wollen. Was dabei rauskommt ... sollte man dann leben.

 

Buchtipp: siehe Amazon Widget weiter unten.

Die beiden Autoren

 

29. Jänner 2012