09. März 2010

 

Der 07. März 2010 wird Gabi und mir bestimmt lange in Erinnerung bleiben. Wir haben in Schloss Gloggnitz zu Mittag gegessen, besuchten Inge und Herwig in Kottingbrunn, parkten unseren Wagen am Abend in der Amerikanischen Botschaft in Wien (rein zufällig natürlich) und besuchten anschließend die Vampire im Ronacher. Nein, Angst hatten Gabi und ich nicht. Das sollte sich aber noch ändern. Wir sind auch nicht klaustrophobisch und deshalb hat es ihr auch nichts ausgemacht, die Aufführung mit zehn fremden Menschen in einer engen Loge zu verfolgen. Es war gottlob dunkel in der Loge und auf der Bühne gab es viel zu sehen. Und fürs nächste Mal weiß ich schon, wo ich sitzen will.

 

Der Auftakt auf Schloss Gloggnitz war sehr aufregend. In der Schlosstaverne traf sich eine Ritterrunde. In original Kostümen überraschten sie ein Geburtstagskind und verschwanden mit ihm in den Rittersaal um ihr Ritteressen einzunehmen. Gestärkt ging es dann nach Kottingbrunn, wo unser Navi beim ortszugehörigen Friedhof meldete: Sie haben ihr Ziel erreicht. „Do wohnt da Herwig?“, meinte Gabi und wir mussten lachen. Sehr makaber. Nicht weit davon entfernt bewohnen Inge und Herwig eine wunderschönes Reihenhaus zusammen mit ihren vier Katzen. Zu unserer Überraschung kamen noch Sigi und Paul und so wurde es ein gemütliches Plauscherl über vergangene Zeiten. Bei Kaffee und Kuchen (den wir leider verweigern mussten - Gloggnitz) trafen sich drei Altrocker mit ihren Damen in den besten Jahren. Wird aufgrund toller Stimmung  wiederholt.

 

Anschließend hieß es: ein Steirer und sein Navi im 1. Bezirk. Ich hab geschaut und die Wiener glaub ich auch. Da irrte ein silbergrauer Renault mit Aufdruck: www.steirerbua.at trotz Navi in „Wien Mitte“ herum. (Die eingespeicherte Garage wurde umgebaut). Also um nichts in der Welt möchte ich dort unter der Woche fahren müssen! In der Botschaftsgarage unter dem Hotel Mariott fand unser Wagen dann seine wohlverdiente Ruhepause. Gerade noch rechtzeitig schafften wir es in ein Caféhaus mit Toilette. Ich war freudig überrascht keine Klofrau/mann anzutreffen. Dass dieses Etablissement die Pisspauschale auf die Getränke aufschlägt, erfuhr ich etwas später. Ein Tee und ein kleines Cappy EURO 7,20, oida Schwede. Abgesehen davon, dass ich noch nie so ein „kleines“ kleines Cappy getrunken habe, würde ich gerne wissen, wo die ihren Gewinn hininvestieren. Sicher nicht in die Ausstattung des Lokals. Ich hoffe ich find dort nie mehr hin. Aber der „Tanz der Vampire“ war extrem super - bis auf die Loge. Die Musicaldarsteller sind für mich die Creme de la Creme, des Showbusiness. Gesang, Tanz - teilweise sogar turnen -, Schauspiel und Athletik, ein absoluter Wahnsinn. Komplette Darsteller auf Bühnen, die nicht immer groß aber voller Überraschungen sind. Die nächste Überraschung in Bezug auf die eingangs schon erwähnte, „noch folgende Angst“ erlebte ich dann am Kassenautomaten der Tiefgarage der Amerikanischen Botschaft. Euro 16,40 für vier Stunden parken am Sonntag. Ich weiß jetzt, wo die wirklichen Blutsauger in Wien zu Hause sind.

 

Lange Rede kurzer Sinn: Schön war unser Ausflug nach Wien!