Gedanken eines Arbeitslosen

Verzweiflung macht mein Herz schwer


 

   

Ein arbeitsloser Vater,


steht nachts auf dem Balkon.


Den Blick gesenkt, das Herz ist schwer,


wofür war das der Lohn?

 

 

Die Arbeit hat er toll gemacht,

 

so wurde ihm geschrieben.


War immer für die Firma da,


doch nichts - ist nun geblieben.

 

 

Sein jahrelanger Einsatz,

 

umsonst die Müh und Plag.

 

Die Freude an der Arbeit –

 

weg - an einem Tag.

 

 

Er kommt sich so verloren vor,

 

steht nun allein daheim.

 

Und denkt was hat er falsch gemacht,

 

das kann es doch nicht sein.

 

 

Doch leider ist es heute so,

 

als Mensch trägt man das Risiko.

 

Wer Gutes glaubt kann sehr tief fallen,

 

Menschen sind heut nur mehr Zahlen.

 

 

So kann es doch nicht weitergehn,

 

hier auf Gottes Erden.

 

Aus Nummern müssen endlich wieder,

 

frohe Menschen werden.

 

 

Denn nur wenn man ein Mensch sein darf,

 

kann man besonders sein.

 

Denkt er und bleibt mit dem Gedanken,

 

in dunkler Nacht allein.

 

 


© Alfred Stadlmann 2009