Wenn der Lebenswille schwindet …

Hoffnungslosigkeit tut weh


 

 

Ich blicke traurig in das Land

 

und seh´ nur eine graue Wand.

 

Ich wandre hoch auf einen Berg,

 

fühle mich klein, fast wie ein Zwerg.

 

 

Ich streife ziellos durch den Wald

 

mir ist bis in die Seele kalt.

 

Kann keine Freude mehr empfinden,

 

spür meinen Lebenswillen schwinden.

 

 

Mein Herz erkaltet, zu Eis erstarrt,

 

elegisch und wie Stein so hart.

 

In mir regiert nur blinde Wut,

 

voll hasserfüllt Gedankengut.

 

 

Mein Kampf erscheint mir aussichtslos,

 

viel leichter wär, ich ließe los.

 

Manch Träne wärmt mir meine Wangen,

 

ich bin verzweifelt, in mir gefangen.

 

 

Da trifft mich sanft der Sonne Strahl,

 

und erhellt mein dunkles Tal.

 

Die Nebelschwaden ziehen weiter,

 

das Grau zerschmilzt in wolkig – heiter.

 

 

Das Eis ums Herz beginnt zu tauen

 

und ich fang an nach vorn zu schauen.

 

Seh´ wieder Immen, riech die Blumen

 

beginn ein Liedchen mir zu summen.

 

 

Schmetter die Ode an das Leben,

 

und habe mir pauschal vergeben.

 

Den Schmerz, das Leid, verglüht, vergessen,

 

bin auf mein Leben nun versessen.

 

 

 

 

 

 

© Alfred Stadlmann 2009