Weltenwandler

 

 

Kraft meiner Gedanken betrete ich Welten,

treffe dort Freunde, Zauberer, Helden.

Nichts kann mich bremsen auf diesen Reisen,

will vieles erkunden, mir manches beweisen.

Wo waren die Kreuzungen in meinem Leben,

was machte ich falsch und was war ein Segen.

So viele Fragen die sich mir stellen,

mich überrollen, gleich riesigen Wellen.

Ich mache mich auf die Zeit zu erkunden,

so manche Antwort, wurde dort schon gefunden.

Beginne bei Jesus, erst Wasser dann Wein,

er lächelt nur milde und lädt mich dann ein.

Sehe Cleopatra in milchigem Bade,

kann nicht verweilen, finde das schade.

Will keinen Konflikt mit Cesar dem Helden,

beame mich fort in galaktische Welten.

Fliege mit Kirk und mit Spock durch das All,

geh´ auf die Suche nach dem urigen Knall.

Das Grauen von Kriegen beginnt nun zu brennen,

in Augen, die plötzlich gefüllt sind mit Tränen.

Tauch´ ab in die Tiefsee - schwärzer als schwarz,

erblicke so manchen gestrandeten Schatz.

Dann steh ich am Everest, in eisigen Höhen,

liebe die Ruhe, genieße mein Leben.

Kann wieder Kind sein so lange ich will,

mein Gott ich dank dir - ein tolles Gefühl.

Und wenn ich schon Kind bin, fällt mir jetzt ein,

dann starte ich neu durch, ja, so soll es sein.

Von vorne beginnen, die Weichen neu stellen,

Schmerzen vermeiden die mich heut´ quälen.

Was würde ich ändern? Was würde passier´n?

Ich könnte ja auch meine Lieben verlier´n!

Verwerf den Gedanken und drehe mich um,

das ist es nicht Wert, wäre mehr als nur dumm.

Die Zeit hat mir also die Antwort gegeben,

nichts passiert zufällig in einem Leben.

Bin glücklich, fliege weiter und freue mich stumm,

es wird sich was ändern ... ist die Zeit einmal um.

 

 

© Alfred Stadlmann 2010