Da kloane Bua

 

Da kloane Bua schaut auf zan Vater,

denkt nu, wira´n siacht mi´n G´wehr.

Mit ana Bix´n auf die Jogd gehn,

amoi mecht i wern wia er.

 

Grod so g´schickt sei wia da Vater,

er richt daham ois söba her.

Deckt des Doch und putzt den Of´n,

amoi mecht i wern wia er.

 

Foart mitn Traktor auf da Leit´n,

schmeisst des Hei durt hin und her.

Furdat´s Viech daham im Stodl,

amoi mecht i wern wia er.

 

Hot koa Angst und muats a Kroft,

reißt in Stier ba´d Herndl´n her.

Schlogt beim Pferd die Eis´n söba,

amoi mecht i wern wia er.

 

Waun a hoamkimmt drunt vom Wirt´n,

vor der Stub´n draust schmeißts eam her.

Locht wia varruckt, kennt koane Schmerz´n,

amoi mecht i wearn wia er.

 

Waun die Muta schreit mit eam,

wei´l er  b´soffn kimmt daher.

Und er´s auslocht, ka´n Respekt zoag´t,

amoi mecht i wearn wia er.

 

Wia da Vater nimmt die Bix´n,

und sei Muata liegt im Bluat.

Siagt da kloane Bua auf amoi,

da Vater, der is goar net guat.

 

´S hüft ka rearn mer wauns daun z´spät is,

d´ Muata, sie kimmt nimmermehr.

Die Gendarm hui´n jetzt in Vater,

nia mecht da Bua so wern wia er.

 

 

© Alfred Stadlmann 2009