Ich und der Kobold

Ich war mit meiner Schwester im Wald spazieren. Ich hörte ein merkwürdiges Geräusch neben dem Baum. Ich ging hin, da sah ich ein kleines Männchen mit einem langen Bart, einer roten Hose und mit einem grünen Pullover.

 

Der kleine Mann sagte: „Was schaust du mich so an, ich bin ein Kobold.“

Ich sagte: „Was machst du hier im Wald?“

„Ich verstecke mich vor drei Buben. Sie wollen mich töten. Kannst du mir helfen?“

Ich sagte: „Wenn ich größer wäre, dann schon, aber ich bin noch zu klein.“

„Ich könnte dich ja größer zaubern und kräftiger.“

Ich sagte: „Kannst du vielleicht zaubern?“

Er sagte: „Alle Kobolde können zaubern.“

„Wirklich, dann zaubere mich größer und stärker.“

Der Kobold sagte den Zauberspruch: „Ene, mene, mei Bub soll jetzt größer sein! Ene, mene, mei Bub soll jetzt stärker sein!“

 

Mich drehte es dreimal im Kreis und wie ich wieder stehen blieb, dann war ich viel größer als der Baum und stärker als der Dinosaurier. Dann nahm ich den Kobold auf die Schulter und wir gingen in die Stadt. Der Kobold sagte: „Da sind die drei Buben!“ Die Buben waren weich in den Knien und liefen davon. Aber ich war schneller. Wir hatten Glück. Gleich auf der anderen Seite war eine Baustelle. Ich nahm die drei Buben und setzte sie auf den Kran. Der Kobold sagte: „Lasst ihr mich jetzt in Ruhe?“ Die Buben sagten ganz zittrig: „Ja, aber lass uns bitte hier herunter.“ Ich ließ sie hinunter. Sie liefen so schnell sie konnten nach Hause.

 

Der Kobold sagte: „Jetzt brauche ich keine Angst mehr haben.“

 

Ich und der Kobold
Böse Buben auf dem Kran