Umschlagbild: Christin Lola -- Dollar Photo Club | www.dollarphotoclub.com

Coverdesign: Hannes Mitter | www.proart.at

Lektorat, Satz, Layout: Heinz W. Pahlke | www.pahlke-online.de

Plot zur Geschichte:

 

Gabriel Simon wächst behütet in einer kleinen Wohnung in Liezen auf. Seine Mutter, Marianne, arbeitet als Schneiderin und kümmert sich liebevoll um ihren Sohn. Bis sie eines Tages verschwindet und ihren Sohn bei Ehemann, Rainer Simon, einen ehemaligen Forstarbeiter, der nach einem Forstunfall sein rechtes Bein verlor, zurücklässt.

 

Gabriel, der bei der Falkenpost als Druckerlehrling arbeitet, ist ratlos und verletzt. Seine Mutter hat ihre enge Bindung zerrissen und achtlos weggeworfen. Der 17-Jährige ist mit dem alkoholkranken Vater überfordert, packt nach einigen Wochen seinen Koffer und zieht aus. Der Job bei der Falkenpost wird für ihn die Erfüllung und eine neue Familie zugleich. Er macht eine steile Karriere, protegiert von Horst Bommer, dem Chefredakteur der Falkenpost. Bevor Gabriel aus der elterlichen Wohnung flieht, erstellt er noch eine To-do-Liste, die er penibel abarbeiten will. Sein großes Endziel: Er will Bürgermeister von Liezen werden.

 

32 Jahre später leitet Gabriel das Ressort Nachrichten und ist stellvertretender Chefredakteur. Sein Job ist ihm heilig und Mittel zum Zweck. Privates wird verdrängt oder hinten angestellt. Seine Sensibilität verbirgt er all die Jahre über hinter einer eisernen Maske der Zielstrebigkeit.  Seit geraumer Zeit schluckt er Tabletten gegen immer häufiger auftretenden Kopfschmerzattacken. Er muss im Job zu funktionieren und will die Fassade irgendwie aufrechterhalten.

 

Seit 22 Jahren ist er mit Verena verheiratet, die er bei einem Skiausflug auf der Tauplitzalm kennenlernte. Er liebt seine Frau, doch die Ehe droht zu scheitern, die einst glühende Liebe und Gemeinsamkeiten haben sich auf Bequemlichkeit reduziert. Gabriel benutzt Verena, die beruflich Sekretärin des amtierenden Bürgermeisters ist, um über Fehler von Gerhard Dressler Bescheid zu wissen und diese im Wahlkampf gegen ihn zu verwenden.

 

Als Chefredakteur Horst Bommer ihm einen Auftrag erteilt, bis zum Muttertag eine rührselige Reportage über das Muttersein zu schreiben, fällt Gabriel aus allen Wolken. In einem Streitgespräch mit Bommer insistiert er, dass er diese Reportage, aufgrund einer Aversion gegen das Thema Mutter, nicht schreiben kann. Doch Bommer beharrt darauf. Er glaubt, dass Gabriel so den Streit mit seiner Mutter aufarbeiten und zu einem ausgewogenen Leben zurückfinden kann. Bommer glaubt nämlich nicht daran, dass Gabriel als Bürgermeister glücklich wird, da sein bester Mann die Bürden dieses Amtes nicht im Detail kennt. Manchmal ist Gabriel einer jener Träumer, die glauben, allein ein Gedanke könne die Welt verändern.

 

Gabriel schließt mit Bommer einen Deal. Er wird eine Muttertagsreportage schreiben, die der Falkenpost große Anerkennung bringt, doch im Gegenzug soll Bommer mit seinen Verbindungen ihm den Weg ins Bürgermeisteramt ebnen. Das Problem dabei ist: Nachdem Gabriels Mutter in verlassen hatte, verbannte er alle Erinnerungen an das Muttersein aus seinem Denken. Um jetzt eine authentische Muttertagsreportage zu schreiben, bräuchte er Informationen aus erster Hand. Er will aber Verena nicht fragen, denn die würde mit Vorwürfen daherkommen, dass er nie zu Hause war, als ihre Tochter Selina klein war und sie sich um Erziehung, Haushalt und Job kümmern musste.

 

Nachdem ihn bei einem Büroschlaf ein sonderbarer Traum heimsucht, besucht er seinen besten Freund, Pfarrer Sebastian Gebbert, der ein Faible für Traumdeutung hat. Er soll Gabriel diesen seltsamen Traum erklären. Gerade als der Pfarrer Gebbert seine Hand auf Gabriels Stirn legt, erleidet dieser einen Schlaganfall und fällt ins Koma.

 

Er wacht an einem fremdartigen Ort auf und denkt, dass Pfarrer Gebbert eine neue Technik der Hypnose an ihm angewandt hat, um seinen Traum näher zu erforschen. In dieser Hypnosewelt trifft Gabriel auf ein weibliches Wesen, das sich „Offenbarung“ nennt und ihm erklärt, dass er sich in die Welt der Erkenntnis befindet, wo er alles über Mütter und das Muttersein herausfinden kann. Dazu nimmt sie ihn mit auf eine Reise an verschiedene Orte, wo er seine Erinnerung an das Wirken einer Mutter auffrischen soll. So könnte Gabriel seine Reportage schreiben, vielleicht seine Ehe retten und gleich auch noch Frieden mit seiner Mutter schließen. Letztendlich sollte ihn dieser allgemeine Frieden hinter den Schreibtisch des Bürgermeisters führen.