Die Studienunterlagen werden dicker, der Stoff intensiver und ich bin in Grundschule 05. Mein Drang zum Erzählen bekommt mit jeder Zeile Futter und meine Motivation ist nach wie vor hoch. Manchmal ist es ein wenig mühsam und ich würde gerne das eine oder andere nachfragen, ob ich alles richtig verstanden habe.

 

Das war so in Übung 10.3: Geschichte im „Spielzeugformat“ (1).

 

Ich sollte versuchen, eine Geschichte, die ich irgendwo gehört oder gelesen hatte, im „Spielzeugformat“ zu skizzieren. Greifen Sie die Geschichte auf und entwerfen Sie eine Gliederung, so das Studienhandbuch. Eine Geschichte setzt sich ja aus – Einleitung, Hauptteil und Schluss – zusammen, grob skizziert. Dies setzt sich dann wie folgt zusammen: Schauplatz, Figuren, in der Einleitung, Szenen, Verwicklungen im Hauptteil und Höhepunkt sowie Auflösung im Schlussteil. Mir ist schon eine Geschichte eingefallen und die Verfeinerung in Übung 10.4 habe ich dann wohl übertrieben. Aber es hieß: Bitte schauen Sie jetzt ihren Entwurf für eine Geschichte im Spielzeugformat (Übung 10.3) noch einmal an: Überarbeiten Sie Ihre Gliederung, bis Sie damit zufrieden sind.

 

Na ja, zufrieden bin ich noch nicht, aber der Ansatz für eine Kurzgeschichte ist allemal entstanden. Dann waren da noch Übungen, bei denen ich im Studienheft Anmerkungen machen musste.

 

Ich fasse Lektion 10 „ Der Drang zum Erzählen“ wie folgt zusammen:

 

Wenn Sie eine Geschichte oder eine Erzählung schreiben wollen, können Sie zunächst eine Gliederung aus folgenden drei Teilen entwerfen:

 

In der Einleitung beschreiben Sie den Schauplatz und stellen die Hauptfiguren und deren Beweggründe vor. Im Hauptteil entfalten Sie die Handlung Szene für Szene und planen dabei die Verwicklungen und Hindernisse ein. Am Schluss entwirren Sie alle Knoten. Ihre Geschichte sollte nun dem Höhepunkt und einer glaubhaften Lösung zustreben.

 

Beim Ausarbeiten sind diese Regeln nützlich:

 

1.      Deuten Sie Hintergrund, Vorgeschichte und die Motive der handelnden Personen zunächst nur an. Damit inspirieren Sie die Phantasie Ihrer Leser! Flechten Sie die nötigen Informationen möglichst unauffällig nach und nach ein: Durch kurze Rückblenden oder durch Nebenbemerkungen im Dialog.

 

2.      Lösen Sie Gefühls- und Verstandesregungen (Stimmungen, Empfindungen, Erinnerungen, Gedanken) in Handlung auf.

 

3.      Mit dem Dialog treiben Sie die Handlung voran. Gleichzeitig können Sie im Dialog Ihre Figuren charakterisieren.

 

4.      Ihre Geschichte gewinnt an Tempo und Dynamik, wenn Sie Handlungen und Figurenzahl begrenzen. (Wenige Hauptfiguren).

 

5.      Aus den unterschiedlichen Zielen, Absichten, Wünschen und Verhaltensweisen können Sie Verwicklungen konstruieren, die sich bis zum Konflikt zuspitzen.

 

 

So, das wäre auszugsweise die Lektion 10. Natürlich kann ich nicht „Eins zu Eins“ wiedergeben, was in den einzelnen Kapiteln gelehrt wird, da würde ich ja selbst nicht mehr zum Studieren kommen. Die Schule des Schreibens hat aber bestimmt nichts dagegen, wenn sie Sie als Studierende/n begrüßen darf. Meiner Meinung nach ..., ist sie jeden Cent wert.